Mein Magen schreit: "Füll mich!"

Aber es ist das Herz, das hungert nach Liebe, Wärme und Geborgenheit.  - Vergebens.

Mein Magen schreit: "Füll mich!"

Aber es ist der Geist, der dürstet nach Lob und Anerkennung.  - Umsonst.

Mein Magen schreit: "Füll mich!" und schließlich fülle ich ihn.

Essen, essen, essen. Bis zum Übergeben.

Alles sinnlos.

Es ist die Seele, die nach Nahrung verlangt. Ihre Schreie sind stumm. Ihr Leiden verborgen. Ihre Sehnsucht unfassbar. Ihr Hunger ungestillt.

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Ich blicke in den verzerrten Spiegel. Will mich sehen, will mich finden. Doch erblicke ich eine fette Kreatur. Ein Geschöpf von Hässlichkeit mit riesiger Masse, die andere zu erdrücken vermag.

Ich sehe ein armes Mädchen. Immer stark und niemals schwach. Das sich sehnlichst wünscht, nur einmal schwach sein zu dürfen.

So gerne würde sie gehalten werde. Niemanden tragen. Einfach zu Boden sinken und nicht mehr stark sein, und dann von starken Armen hochgezogen werden. Dann wüsste sie,dass sie lebt und noch kein Roboter ist.

Ich blicke in die traurigen Augen des hungernden Wesens hinter Glas, das so giert nach Liebe, die es nicht will.

Vor mir steht ein Mensch, der sich danach sehnt zu fliegen. Schwerelos und elfenzart.

Doch ein Elefant hat keine Flügel.

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